Stadtwald vor den Toren: mit der S-Bahn ins Grüne
Vor den Toren fast jeder mitteleuropäischen Stadt liegt Wald, und meistens hält dort eine Bahn. Diese Verbindung ist über hundert Jahre alt: Als die Städte wuchsen, entstanden Ausflugsstrecken, damit die Bevölkerung sonntags hinauskam. Viele davon fahren bis heute.
Der Stadtwald ist besser erreichbar als gedacht
Prüfen Sie im Liniennetz, welche Endhaltestellen im Grünen liegen. In vielen Städten sind es zwanzig bis dreißig Minuten Fahrt, und am Ausstieg beginnt ein markiertes Wegenetz. Sie brauchen weder Auto noch große Planung, nur einen Fahrschein und feste Schuhe.
- Endhaltestellen mit Waldnamen im Liniennetz suchen
- Rundwege wählen, die zur selben Station zurückführen
- Den Rückfahrtakt am Nachmittag vorher prüfen
Was den Stadtwald ausmacht
Er ist kein Urwald, sondern ein bewirtschafteter Bestand mit langer Geschichte: Eichenschälwälder, Kiefernaufforstungen des neunzehnten Jahrhunderts, Buchenhallen aus der Zeit der Landesforsten. Informationstafeln an den Hauptwegen erklären das oft genauer, als man erwartet.
Ein Wald am Stadtrand ist Erholungsfläche, Wasserspeicher und Klimaanlage zugleich.
Der halbe Tag reicht
Zwei bis drei Stunden Gehzeit plus Anfahrt ergeben einen vollständigen Nachmittag, und Sie sind rechtzeitig zurück, um abends noch etwas in der Stadt vorzuhaben. Genau diese Kombination macht den Stadtwald zum idealen Zwischenprogramm auf einer längeren Städtereise.
Nehmen Sie Wasser mit. Gaststätten am Waldrand haben Ruhetage, die selten online gepflegt werden, und ein Automat steht dort nicht. Ein Liter im Rucksack ist die günstigste Absicherung gegen einen langen Rückweg mit trockener Kehle.
Laden Sie außerdem den Kartenausschnitt vorher auf das Telefon. Im Wald bricht der Empfang regelmäßig weg, und die Markierungen an den Bäumen setzen voraus, dass man das Zeichensystem kennt. Ein Foto der Übersichtstafel am Einstieg kostet zwei Sekunden und hat schon manchen Umweg von einer Stunde verhindert.