Dachgärten und begrünte Höfe: Stadtnatur auf zweiter Ebene

Rubrik
Stadtnatur
Veröffentlicht am
18. Feb. 2026
Lesezeit
5 Min.
Dachgärten und begrünte Höfe: Stadtnatur auf zweiter Ebene
Dachgärten und begrünte Höfe bilden eine zweite Stadtebene: wo sie öffentlich zugänglich sind und was sie fürs Klima leisten.

Wo der Boden knapp ist, wächst das Grün nach oben. Begrünte Dächer, bepflanzte Höfe und Fassadengärten sind längst kein Experiment mehr, sondern Teil der Bauordnung vieler europäischer Städte. Für Besucher sind sie eine zweite, versteckte Ebene.

Dachgärten sind öffentlicher, als man denkt

Bibliotheken, Kaufhäuser, Kulturzentren und sogar Parkhäuser haben oft zugängliche Dachflächen mit Bepflanzung und Aussicht. Der Zugang ist selten ausgeschildert, steht aber meist auf der Website des Hauses unter einem Punkt wie Besuch oder Haus. Eintritt kostet er in der Regel nicht.

  • Fragen Sie am Empfang, ob die Dachterrasse geöffnet ist
  • Die späte Nachmittagsstunde bringt das beste Licht
  • Bei Wind ist es oben spürbar kühler als auf der Straße

Höfe erzählen vom Bauen der Stadt

Ein begrünter Innenhof ist meistens die Antwort auf ein Problem: zu wenig Licht, zu viel Lärm, zu viel Hitze im Sommer. Kletterpflanzen an der Nordwand, ein Baum in der Ecke, Wasser in einem flachen Becken: Die Mittel sind schlicht, die Wirkung ist messbar.

Zwischen Hof und Straße liegen im Sommer regelmäßig mehrere Grad Unterschied.

Warum die Stadt begrünt

Dachbegrünung hält Regenwasser zurück, entlastet die Kanalisation und senkt die Temperatur der obersten Geschosse. Was wie Zierde aussieht, ist Infrastruktur, und viele Städte fördern sie deshalb gezielt mit eigenen Programmen.

Achten Sie auf Hinweisschilder an Neubauten. Häufig steht dort, wie viel Fläche begrünt wurde und welche Arten gepflanzt sind. Diese Tafeln sind für die Öffentlichkeit gedacht und werden fast nie gelesen, dabei stehen darauf die interessantesten Zahlen des ganzen Gebäudes.

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